dijous, 25 de març de 2010

Auf eine fremde Sprache

Warum auf eine fremde Sprache (oder auf zwei, hier) zu schreiben? Wofür, besonders wenn man diese Sprache nicht gut beherrscht? Oft stelle ich mir diese Fragen, weil ich nicht weiss, ob es kein Sinn hat, in diesem Weblog auf Deutsch und auf Polnisch zu schreiben. Ganz sicher mache ich auf beiden Sprachen viele Fehler, vielleicht sollte ich mich darüber schämen. Aber weiter schreibe ich... Warum? Wofür?

Ich brauche einen unmittelbaren Kontakt mit diesen Sprachen zu halten, und nicht nur z.B. als Leser. Ist das unfassbar, dass man auf eine fremde Sprache sich zuhause fühlt? Man brauch nicht, diese andere Sprache ausgezeichnet zu sprechen oder schreiben, sie erweckt eine ganze Welt von Konnotationen und Erinnerungen, die überhaupt unverzichtbar sein können. Deutsch ist für mich die Sprache, mit der meine Vergangenheit als Musiker und Meloman und meine persönliche "mitteleuropäische Utopie"verknüpft sind. Polnisch habe ich im Kopf fast wie eine eigene (zweite) Sprache, wie die Luftspiegelung der Utopie, eine Gegend, die ich fast "meine" heissen kann.

5 comentaris:

Josep ha dit...

Ich verstehe Dich ganz gut, mein Freund. Immerhin streite ich mit mir selbst darüber, warum müsste ich meine schon fast vergessene deutsche Sprache zu neuem Leben erwecken... Ist es nur eine Dickköpfigkeitsfrage? Nein. Ich nehme an, es handelt sich um die Wolle nicht zu vergessen, warum ich vor langer Zeit die deutsche Sprache angefangen habe, zu lernen. Damals wollte ich klassische Filologie studieren... Ich habe es nicht aber gemacht. Gleichzeitig entdeckte ich, dass diese Sprache mir nutzbar war, um viele andere Erfarungen zu gewinnen. Mit den Jahren die polnische Sprache hat der deutschen den Weg verlegt... Was kann ich aber tun? Ich fühle mich schon, als ob ich keine Kraft mehr hätte, aby te dwa jezyki opanowac. Ale pod kazdym z tych jezyków kryje sie swiat, z ktorego wogóle nie chce zrezygnowac. Opanoeac jezyki. Zyc jednoczesnie w róznych swiatach. Chyba tak samo bezsensownie. Ale nic na to nie poradze.

K. ha dit...

Vielend Dank, mein Freund, du bist der allererste, der hier ein Kommentar lässt!
Ich bin nicht sicher, ob verschiedene Sprachen wie verschiedene Welten sind. Auf jedenfalls erfahre ich sie wie verschiedene Länder, jeder von ihnen wie eine extraterritorialische Heimat für mich. Aber im Grunde genommen ist das ein Selbstbetrug, weil ich keine dieser Sprachen wirklich gut kenne. In der Tat und Wahrheit bin ich nicht im Stande, auf Polnisch oder auf Deutsch mich zu Hause zu fühlen. Aber dank diesem Selbstbetrug kann ich mich ein bischen freier Luft atmen... Eine sehr komplizierte Sache, ja.

Josep ha dit...

Die Wahrheit ist, dass wir uns, auf deutsch oder auf polnisch, nicht zuhause fühlen können, ja, aber unsere eigene Sprache auch keine Heimat für uns ist, das heisst: die Welt, auf die diese Sprache sich beziehen, halten wir auch für unfreundlich oder einfach feindlich. Merkwürdig: Kann die Heimatlosigkeit mit sich die Stummheit bringen?

K. ha dit...

Ich bin nicht sicher, ob das genau so ist, wie du sagst. Meine eigene Sprache ist ja eine Heimat für mich --eie nicht genügende aber. Sie kann sich auf andere Welten beziehen, aber nicht allen, die diese Sprache verstehen würde das relevant scheinen. Die Heimatlosigkeit kann die Stummheit mit sich bringen, aber es muss nicht so sein. Das ist sehr interessant, dass das umgekehrt nicht gilt, worüber Steiner geschrieben hat: die Stummheit setzt keine Heimatlosigkeit voraus... Du hast Recht wenn du sagst, dass die Welt meiner Muttersprache einfach feindlich ist, aber es geht mir vor allem über die Gedanken- und Erfahrungsgrenzen, die ich zumals auf eine einzige Sprache (meine Muttersprache) fühle. Darum brauche ich anderen, auf welchen ich mich nicht ganz zuhause fühlen kann...

Josep ha dit...

Weisst Du...? Vielleicht ich habe einen Fehler gemacht... Vielleicht unsere Sprache mag eine Heimat sein... aber sie ist auf jeden Fall keine "Pàtria"! Es ist mir unwahrscheinlich schwer mit solchen Worten und Begriffen kämpfen, was beweisst, dass ich, wenn ich auf deutsch schreibe, immernoch auf meine Sprache spreche -und denke! Mein Gott (ist leer)! O Stille, komm gleich mir zu helfen, baizustehen!

Nur ein paar Wörter: Wie könten wir Begriffe wie "Heimat" oder "Ojczyzna" ins Katalanisch bringen? Vieleicht nicht durch "pàtria", sondern durch "país"..., als ich in einer Übersetzung gemacht habe. Sehr interessant, oder? Es lohnt sich darüber zu denken, vielleicht.